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Grundsätzlich bin ich für einen Atomausstieg.
Sehr geehrter Herr Düpmeier,
grundsätzlich bin ich für einen Atomausstieg. Die spannende Frage ist aber in diesem Zusammenhang der Zeitpunkt. Erst wenn der Atomstromanteil durch regenerative Energien ausgeglichen werden kann, ist ein kompletter Atomausstieg realistisch; dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht der Fall. Deshalb diskutieren wir als CDU/CSU die Laufzeitverlängerung von sicheren Atomkraftwerken als Brückentechnologie und fordern von den Energiekonzernen, einen massiven Anteil der damit erzielten Gewinne in die Erforschung und Marktertüchtigung erneuerbarer Energien zu investieren, auch mittels verpflichtender Vorgaben.
Wir setzen dabei auch weiter fossile Energiequellen, die effizient und klimaschonend genutzt werden können und müssen. Deutschland braucht voll funktionsfähige Transportnetze für Strom und Gas. Für die weitere Integration
der erneuerbaren Energien in das Verbundnetz sind dringend Ausbaumaßnahmen im
Höchstspannungsübertragungsnetz notwendig.
Erneuerbare Energien bieten große Chancen im Hinblick auf umweltverträgliches und klimaschonendes Wachstum, innovative Geschäftsfelder, neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum. Wir haben uns ehrgeizige Ziele im Bereich des Ausbaus erneuerbarer Energien (20 Prozent bis 2020) gesetzt. Wir streben einen qualitativen
Ausbau an, insbesondere durch eine zukunftsfähige Strominfrastruktur unter Einschluss
"Intelligenter Stromnetze" und Speichertechnologien. Das bewährte Erneuerbare-
Energien-Gesetz werden wir weiterentwickeln und an dem Ziel einer wirtschaftlichen und
bedarfsgerechten Energieversorgung ausrichten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Michael Frieser
Schlagworte: CDU

