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Wie funktioniert ein Atomkraftwerk

Eine anschauliche Grafik zeigt, wie ein Atomkraftwerk funktioniert.

Was ist ein Atomkraftwerk?

Ein Atomkraftwerk ist ein Kraftwerk, in dem Atomkerne gespalten werden, und die dabei freigesetzte Energie zur Stromgewinnung genutzt wird.

Wie funktioniert ein Atomkraftwerk?

Funktionsweise eines AtomkraftwerksIn den Brennstäben des Reaktors werden Urankerne gespalten, wobei Wärme freigesetzt wird. Die Brennstäbe werden von Kühlwasser umflossen, das diese Wärme aufnimmt. So entsteht Wasserdampf. Dieser wird durch eine riesige Turbine geleitet, die anfängt zu rotieren und mit dieser Drehbewegung einen Generator antreibt. Der Generator erzeugt dann den Strom. Der Wasserdampf wird von der Turbine weiter in einen Wärmetauscher geleitet, wo er dann seine Wärme an ein zweiten Wasserkreislauf abgibt. Danach wird das Wasser wieder in den Dampfkessel zurückgeleitet. Die abgegebene Wärme im zweiten Wasserkreislauf wird durch ein Rohr in einen riesigen Kühlturm geleitet, wo es dann abkühlt und wieder in den Kreislauf eingespeist wird.

Was ist radioaktive Strahlung?

Radioaktive Strahlung kann man nicht sehen, riechen oder schmecken. Sie wird zum Beispiel von radioaktiven Stoffen wie Uran oder Plutonium freigesetzt. Uran ist ein Brennstoff, der für Atomkraftwerke verwendet wird. Radioaktive Strahlung ist für den Menschen gesundheitsgefährdend.

Weitere Infos findest du hier.

Was kann passieren?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, was in einem Atomkraftwerk alles schiefgehen kann. Häufig hört man den Begriff "GAU", aber was ist das eigentlich? "GAU" ist die Abkürzung für den "Größten Anzunehmenden Unfall", also für den schlimmsten Unfall, den man beim Bau des Atomkraftwerks für denkbar gehalten hat. Früher bezog sich das vorallem auf die Möglichkeit, dass es ein Leck oder einen Bruch in der Kühlwasserleitung zum Reaktor geben könnte. Dann kann nämlich kein Wasser mehr in den Reaktor geleitet werden, und er wird auch nicht mehr gekühlt. Er wird immer heißer, und es besteht die Gefahr, dass es eine sogenannte "Kernschmelze" gibt. Dabei schmelzen die Brennstäbe im Reaktor, und man kann sie nicht mehr herausholen, weil sie zu einem einzigen, großen, radioaktiven Klumpen werden.

Als Super-GAU bezeichnet man Unfälle, die noch viel schlimmer sind, als das, was die Leute vorher für möglich gehalten hätten. Zu so einem Super-GAU kam es zum Beispiel 1986 in Tschernobyl.

Wenn du noch mehr darüber wissen möchtest, schau einmal hier nach.

Wo kommt der Müll hin?

Momentan ist dies ein großes Problem, da man nicht so recht weißt, was man damit tun soll. Niemand will den Atommüll haben und die bisherigen Versuchs-Endlager sind unsicher. In den Ersten Jahren der Nutzung der Atomkraft wurde der radioaktive Müll einfach von Schiffen aus im Meer versenkt. "Verklappen" nennt man das.

Das Gefährliche am Atommüll ist, dass er noch jahrelang sehr viel radioaktive Strahlung abgibt, und somit umwelt- und gesundheitsschädlich ist.

Mehr zum Thema kannst du hier nachlesen.

Gewinnung des Rohstoffes

Die Gewinnung des Urans ist meist sehr problematisch, da die Menschen, die in der Nähe des Abbaugebiets wohnen unter dem Abbau zu leiden haben.

Auch beim Abbau wird bereits radioaktive Strahlung freigesetzt, die Menschen, Tiere und Pflanzen krank macht. Viele der Arbeiter in den Uranminen sterben später an Krebs, den die Strahlung bei ihnen ausgelöst hat, da sie nicht ausreichend dagegen geschützt werden.

Außerdem werden auch Boden und Trinkwasser durch Chemikalien, wie z.B. Schwefelsäure, verseucht und die Menschen in der Nähe der Mine vergiften sich mit verstrahlter Nahrung und verstrahltem Wasser.

Genaueres dazu findest du hier.


 

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