

Auswirkungen des Uranbergbaus

- In den Gruben und Tagebauen fallen große Mengen an nicht nutzbarem Gestein mit radioaktiven Bestandteilen an, die auf großen Abraumhalden gelagert werden. Die radioaktiven Stoffe werden dann vom Regen ins Grundwasser gespült oder mit dem Wind verbreitet. In Frankreich wurde radioaktiver Abraum als Füllmaterial für Bauarbeiten verwendet. Fußballfelder, Parkplätze und Gebäude, für die das Material verwendet wurde, haben zum Teil 500-fach erhöhte Strahlenwerte.
- Aus Gruben, Halden und Schlammteichen dunsten radioaktive Zerfallsprodukte aus.
- Um Gruben und Tagebaue trocken zu halten, pumpen die Minenbetreiber große Mengen an radioaktivem und giftigen Wasser in Flüsse und Seen.
- Nach Ende des Bergbaus laufen die Abbaugruben mit Wasser voll und Radioaktivität gelangt ins Grundwasser.
- Beim Einsatz von Säuren und Laugen zur Lösung von Uranerz ist die Gefahr, dass gelöste Gifte und radioaktive Stoffe ins Grundwasser gelangen besonders hoch.
- Das geförderte Uranerz muss in einem aufwändigen Verfahren zu sogenanntem „Yellow Cake“ verarbeitet werden. Dabei wird extrem viel Wasser verbraucht. Übrig bleibt radioaktiver mit Chemikalien durchtränkter Schlamm, der in riesigen Absetzbecken gelagert wird.
- Besondere Gefahr besteht, wenn die Dämme dieser Becken bersten. Nach einem Dammbruch in New Mexico, USA, im Jahre 1979 verteilten sich 1.000 Tonnen kontaminiertes Sediment über dem Weideland der Navajo-Indianer. Fleisch und Wolle ihrer Schafe wurden radioaktiv verseucht. Viele Tiere verendeten. Krankheiten und wirtschaftliche Probleme waren die Folgen für die Navajo.
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