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Was geschieht mit dem deutschen Atommüll
- 1967 versenkte die Bundesregierung 80 Atommüllfässer im Atlantik. Doch im Meer werden die Fässer sehr schnell undicht und die Radioaktivität gelangt in die Nahrungskette.
- Wiederaufarbeitungsanlagen wie das französische La Hague und das britische Sellafield können zwar neuen Kernbrennstoff aus abgebrannten Brennstäben gewinnen. Dabei vervielfältigt sich jedoch die Menge an radioaktiven Abfällen. Als Endprodukte fallen Plutonium und hochradioaktive „Atomsuppe“ an. Die Irische See und der Ärmelkanal werden durch die Abwässer der Wiederaufarbeitungsanlagen radioaktiv verseucht.
- Die Erfahrungen mit dem „Versuchsendlager“ Asse zeigen, dass Salzstöcke nicht als Endlager für hochradioaktive Abfälle geeignet sind. Obwohl viele Gutachten gegen den Gorlebener Salzstock als Endlager sprechen, hält die Bundesregierung bislang an dem Standort fest und hat im Rahmen der Erkundungsarbeiten bereits den Ausbau zum Endlager betrieben – ohne atomrechtliches Genehmigungsverfahren und Beteiligung der Öffentlichkeit.
Solange es in Deutschland kein Endlager gibt, wird der Atommüll zwischengelagert. Die hochradioaktiven Brennelemente müssen nach ihrem Einsatz im Reaktor zunächst in einem speziellen Abklingbecken über mehrere Jahre abkühlen. Anschließend werden sie in sogenannten Castor-Behältern in großen Hallen an den Standorten der Atomkraftwerke und in zentralen Zwischenlagern aufbewahrt.
Weitere Informationen
- Gorleben: Teile bereits als Endlager angelegt (NDR am 28.05.2009)
- Artikel bei Wikipedia zu Endlager und Wiederaufarbeitung
- Greenpeace-Seite über Wiederaufarbeitung



